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23. Juni 2026 · SunnVio

Auto mieten in Frankreich: Maut, Umweltplakette und Tempolimits

Frankreich ist ein herrliches Autoland, aber rechne mit Maut, achte in großen Städten auf die Umweltplakette und halte dich an die Tempolimits, denn es gibt viele Blitzer. In diesem Ratgeber liest du, wie alles funktioniert.

Péage: so funktioniert die Maut

Die meisten französischen Autobahnen (Autoroutes) sind mautpflichtig. Meist ziehst du bei der Auffahrt ein Ticket und zahlst bei der Abfahrt für die gefahrene Strecke. Rund um große Städte zahlst du manchmal einen festen Betrag an einer Mautstation unterwegs. Rechne mit etwa 10 Euro pro 100 Kilometer.

An der Mautstation wählst du die richtige Spur:

Willst du keine Maut zahlen? Die Routes nationales und Departementstraßen sind kostenlos, aber du fährst durch Dörfer und bist viel länger unterwegs.

Autobahnen ohne Mautstation: zahl innerhalb von 72 Stunden

Auf einigen Autobahnen sind die Mautstationen verschwunden und Kameras lesen dein Kennzeichen (Péage en flux libre). Das gilt für die A13 und A14 zwischen Paris und der Normandie, die A79 in Zentralfrankreich und einen Teil der A4. Hat dein Mietwagen keine Mautbox, zahlst du selbst innerhalb von 72 Stunden online auf der Website des Autobahnbetreibers oder in einem Tabakladen mit dem Nirio-Logo.

Vergisst du das, geht die Rechnung an den Vermieter. Wird sie innerhalb von 15 Tagen bezahlt, kommen 10 Euro dazu; danach steigt der Zuschlag auf 90 Euro. Der Vermieter berechnet meist noch eine Bearbeitungsgebühr.

Crit'Air: die Umweltplakette

In Umweltzonen (ZFE) wie in Paris, Lyon und Grenoble brauchst du eine Crit'Air-Plakette an der Windschutzscheibe. Je niedriger die Zahl, desto sauberer das Auto:

Französische Mietwagen sind meist neu und haben die Plakette schon. Schau bei der Abholung nach, ob sie an der Scheibe klebt. Bei Smogalarm können Städte vorübergehend auch Autos mit einer höheren Zahl aussperren, achte also auf lokale Meldungen.

Die Tempolimits im Überblick

Blitzer und Bußgelder

Frankreich hat viele feste Blitzer, Abschnittskontrollen und unauffällige Autos, die während der Fahrt messen. Ein Gerät, das Blitzer erkennt oder vor ihnen warnt, ist verboten; dir droht ein Bußgeld von bis zu 1.500 Euro und die Beschlagnahme. Eine Navi-App, die Gefahrenzonen meldet, ist erlaubt.

Ein Bußgeld für einen französischen Mietwagen geht zuerst an den Vermieter. Er gibt deine Daten weiter und berechnet dafür meist eine Bearbeitungsgebühr. Das Bußgeld selbst kommt später per Post.

Was muss im Auto sein?

Ein Warndreieck und eine Warnweste sind Pflicht, und die Weste muss griffbereit sein, nicht im Kofferraum. Ein Alkoholtester ist seit 2020 keine Pflicht mehr. In blauen Parkzonen (Zone bleue) brauchst du eine Parkscheibe; frag bei der Abholung, ob eine im Auto liegt.

Die wichtigsten Verkehrsregeln und Tipps für Paris und die Côte d'Azur findest du auf unserer Seite Auto mieten in Frankreich.

Häufige Fragen

Kann ich die Maut vermeiden?

Ja, über die kostenlosen Routes nationales und Departementstraßen. Du bist dann aber deutlich länger unterwegs. Viele Navi-Apps haben eine Option, um Mautstraßen zu vermeiden.

Hat mein Mietwagen eine Mautbox?

Das ist von Vermieter zu Vermieter verschieden, frag also bei der Abholung. Mit Box zahlst du die Maut später über den Vermieter, manchmal mit einer Gebühr.

Was passiert, wenn ich geblitzt werde?

Der Vermieter bekommt das Bußgeld, gibt deine Daten weiter und berechnet oft eine Bearbeitungsgebühr. Das Bußgeld selbst bekommst du später per Post. In Frankreich zahlst du weniger, wenn du schnell zahlst.

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